3. Muslmisch-Chistlicher Dialog im Senegal

7 Okt

Radiobeitrag muslimisch-christlicher Dialog im Senegal

Muslime treten so lange für Religionsfreiheit ein, wie sie selbst in der Minderheit sind. Wo sie die Mehrheit bilden, ist es aus mit der Freiheit für andere Religionen. So denken nicht nur dumme Leute und viele muslimisch geprägte Länder scheinen dieser These Recht zu geben. Aber es geht auch anders. Es gibt ein leuchtendes Gegenbeispiel. Den Senegal, Beispielland der Missio-Aktion 2011. Gut 90% der Menschen hier sind Muslime, gerade mal 6-7% Christen.

Gundula Gause berichtet über ihre Eindrücke aus deem Senegal http://www.youtube.com/user/missiodeutschland#p/u/9/BS45qaqAr0U

Aber von Unterdrückung der Christen kann ich nichts erzählen. Stellen sie sich vor: Bei der ersten freien Wahl wurde ein Christ zum Präsidenten gewählt. Präsident Léopold Sédar Senghor regierte von 1960 bis 1980. Ein Muslim als Präsident oder Bundeskanzler wäre in Deutschland doch heute noch undenkbar, oder? Als der jetzige Präsident Wade die Christen beleidigte, waren es auch die Würdenträger des Islam, die die Christen verteidigten. Der Präsident musste um Entschuldigung bitten. An religiösen Feiertagen haben alle frei. Am islamischen Zuckerfest genau so wie an Weihnachten und Ostern.

Was ist der Grund für das gute Miteinander von Christen und Muslimen? Der senegalesische Kardinal Sarr sagt, dass die Menschen im Senegal noch von der traditionellen afrikanischen Religion beeinflusst sind, zum Beispiel was den Respekt vor den Ahnen angeht. Und sie hätten schon immer als verschiedene Ethnien in einem Land friedlich zusammen gelebt. Sie sind alle Senegalesen und erst dann Christen und Muslime.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, und auf den dürfen die Christen im Senegal richtig stolz sein, finde ich. Die Menschen im Senegal wissen, dass die Christen den Armen helfen, dass sie Frauen fördern, Flüchtlinge betreuen und dass sie das und noch mehr tun, ohne zu fragen, ob jemand Christ ist oder Muslim. Das beeindruckt die Muslime im Senegal genau so, wie es die Griechen und Juden und Römer zur Zeit der ersten Christen beeindruckt hat.

Auf der Missio-Reise durch den Senegal haben wir auch einen Marabout getroffen, den religiösen Führer einer großen muslimischen Bruderschaft. Er erzählte, dass er viele soziale Projekte der Kirche kenne. Dann fragt er oft,  woher denn das Geld dafür kommt. Die Antwort: Spenden von Christen aus Frankreich und Deutschland. Und so wirkt auch ihre Spende über missio.de oder am 23. Oktober, dem Sonntag der Weltmission. Sie hilft den Christen im Senegal helfen. Und stärkt so auch das schöne Beispiel für gutes muslimisch-christliche Miteinander in einem mehrheitlich muslimischen Land.

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