Leibfreundliche Kirche versus prüde Internetgiganten

25 Jan

Also, was immer sie von christlich-katholischer Sexualmoral halten mögen: Wie kommt es eigentlich, dass die katholische Kirche als prüde und verklemmt und altmodisch gilt, aber Unternehmen wie Apple und facebook als supermodern, aufgeschlossen und cool? Neuestes Beispiel: Die App für das Fototauschportal 500px wurde von Apple gesperrt. Begründung: Es sei möglich, nach pornographischen Inhalten zu suchen, wobei offensichtlich jede nackte Brust für Apple Pornographie bedeutet. Da helfen den Machern des Fotoportals auch diverse Sicherheitseinstellungen nichts. Facebook machte sich jüngst regelrecht lächerlich, als es ein Foto mehrfach sperrte, auf dem man mit viel Fantasie eine nackte Brust überm Badewannenrand sieht, wo nur ein nackter Ellbogen ist.
Schauen sie sich mal auf den Seiten des Vatikan nach der Kunst im Vatikan um: allein die sixtinische Kapelle ist sinnlicher, leibfreundlicher als Apple und facebook zusammen.
Der christliche Glaube, die Kirche sind leibfreundlich, Sexualität wird bejaht, die Schönheit des Körpers darf in der Kunst gefeiert werden. Sie ist ja Gottes Schöpfung. Nacktheit wird für die Kirche erst dann ein Problem, wenn der Körper des Menschen ausgebeutet wird. Deswegen wird die Kirche immer gegen Prostitution eintreten. Du wenn möglichst viel nackte Frauenhaut Autos oder sonst was verkaufen soll, dann verstößt das gegen die Würde des Menschen, gegen die Würde der Leiblichkeit, denn der Mensch und sein Leib sollen nicht nur Mittel zum Zweck sein. Künstlerische Fotos, nackte Engel: Kein Problem. Das macht den Papst, die Kirche nicht supercool, aber leibfreundlicher als die coolen Internetgrößen sind sie allemal.

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4 Antworten to “Leibfreundliche Kirche versus prüde Internetgiganten”

  1. Matthias Mala 4. Februar 2013 um 17:04 #

    Nun ja, man kann sich seine Sicht auch zurechtbiegen. Die Bilder aus der Sixtinischen waren kaum getrocknet, da wurde der erste Hosenmaler schon beauftragt, die Blößen wieder zu bedecken.
    Und auch die obsessive Darstellung Christis Folterung und gefolterter Märtyrer ist kein Ausweis für Leibfreundlichkeit. Das Martyrium des heiligen Sebastians ist hierfür ein sehr typisches Beispiel, wobei seine Darstellung auch als homophile Ikonographie gilt, in diesem Verständnis zeigt sich die Kirche wiederum durchaus leibfreundlich.
    Die Prüderie der Amerikaner hingegen hat ihren historischen Ursprung in der Tat in der protestantischen Abwendung von den lebenslustigen Sitten des barocken Katholizismus.
    Lieben Gruß
    Matthias Mala

    • Erika 2. März 2013 um 22:44 #

      So war es auch in Port-au-Prince vor 10 Jahren: fromme ccrtsilihhe Lautsprecheraufrufe, Muezzin-Geschrei . und Gueggelgekraeh waehrend der ganzen Nacht!Frohe Weihnachten!Annelies

    • awdxdqx 6. März 2013 um 02:10 #

      xXpSF9 beenvfpnqydq

  2. Anonym 25. Januar 2013 um 23:57 #

    Wie kommt es eigentlich, dass die katholische Kirche als prüde und verklemmt und altmodisch gilt, …

    Ist doch ganz einfach, weil sie es IST! Es ist doch auch kein Wunder dass sie es ist. Oder halten Sie eine Organisation, deren Hierarchie über ein Jahrtausend hinweg zum Zölibat verpflichtet ist, in Fragen von Liebe und Sexualität für eine erste Adresse?

    Und dass Apple so agiert ist doch auch kein Wunder. Die Prüderie und Verklemmtheit der US Amerikaner ist doch legendär. Dort dürfen die Männer an den Stränden noch nicht einmal normale Badehosen (dort „Speedos“ genannt) tragen, wie sie sonst weltweit bei jedem Schulwettkampf von den Jungs getragen werden.

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