Das Lourdes Haus in Neumünster

7 Feb

Mein Kollege Marco Chwalek fuhr mit dem Auto nach Neumünster in Schleswig-Holstein und hat auf der Zufahrtstrasse zum Stadtzentrum eine tolle Entdeckung gemacht: Das Lourdes-Haus. An der Fassade am Haus von Familie Laubinger prangt die Szenerie der Marienerscheinung in der Felsgrotte von Lourdes.
Am 11. Februar 1858 begann in Lourdes eine Reihe von Marienerscheinungen. Insgesamt 18 Mal soll sich dort die Mutter Gottes in einer Felsengrotte gezeigt haben. An diese Stelle kommen bis heute jedes Jahr Millionen Gläubige. Zum einen um Maria um Hilfe zu bitten oder sich für etwas zu bedanken. So wie Johnny und Karin Laubinger (aus Neumünster). Ende 2000 schwebte ihr Sohn Anthony nach der Geburt in Lebensgefahr. „Er konnte nicht selber atmen, musste beamtet werden. Was kann man da als Eltern machen? Wir haben gezittert, gebibbert – drei Tage lang. Sie glauben nicht, wie viel ich gebetet hab!“, erinnert sich Johnny Laubinger. Und all das Bangen und Beten hat geholfen: „Nach drei Tagen hat sich alles wieder normalisiert, er brauchte nicht mehr künstlich beatmet werden und ich hab mir geschworen: Wir fahren nach Lourdes!“, so der Vater.
Gesagt getan! Im Jahr drauf ging es im Wohnmobil die knapp 1.800 Kilometer runter, von Neumünster bis fast an die spanische Grenze. „Das wollten wir als Dankeschön. Da haben wir die Strapazen auf uns genommen, aber es war so schön da – und wir wollten das Bild von Lourdes in Erinnerung behalten“, erzählt Karin Laubinger von der Reise. Beim blättern in einem Buch aus Lourdes verguckte sich das Paar in ein Bild. Und so ließen sich die Eltern vor fünf Jahren die Erscheinung der Mutter Gottes auf ihre Hauswand malen. Aus Dankbarkeit, dass es Anthony heute gut geht. Der ist mittlerweile 12 Jahre alt und war unter anderem schon Landesmeister in Karate. Und auch wenn es kein einfacher Start war, erinnert sich Karin Laubinger gerne an die ersten Tage im Leben von ihrem Anthony: „Ich konnte mich zurückziehen, beten und ich wusste es war jemand da und hat mir die Hand gehalten. Und das hat mir die Kraft geben.“

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