Alle in einem Boot. Karikaturen zu Afrika und Europa

Im Hamburger St. Marien-Dom ist bis zum 16. Februar 2014 (täglich von 9-18 Uhr ausserhalb der Gottesdienstzeiten) die Ausstellung „Ale in einem Boot. Karikaturen zu frika und Europa“ zu sehen. Es geht um Flüchtlinge, Nahrung, Abschottung, Ressourcen. Hier mein kleiner Videoclip und ein paar Fotos.

Interviews zum Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Hamburg Volksdorf

Wenn Kinder lebensverkürzend erkrankt sind, brauchen nicht nur sie, sondern oft auch Eltern und Geschwister Unterstützung. Wenn ein Elternteil stirbt, ist der verbleibende Elternteil manchmal so mit der eigenen Trauer beschäftigt, dass nicht genug Kraft und Aufmerksamkeit für die Trauer der Kinder bleibt. Die Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser in Hamburg Volksdorf steht Kindern, Jugendlichen und Angehörigen bei.
Ich habe einen Beitrag mit Leiterin Ramona Bruhn gemacht und sie dafür unter anderem gefragt, ob Kinder anders trauern als Erwachsene.

Ich habe mit Gloria gesprochen, die eine lebensverkürzende Muskelkrankheit hat (wobei sie selber zu Recht sagt, dass ich ja auch sterben muss und nicht weiß, wann das sein wird).

Und ich habe Astrid Karahan für NDR Info „Im Anfang war das Wort. Die Bibel“ gefragt, warum die Emmausgeschichte in der Ausbildung neuer Kinder- und Jugendhospizbegleiter/innen ein Wegbegleiter ist.

Pierre Stutz: Deine Küsse verzaubern mich

Ehrlich gesagt, habe ich eine Spiritualität der Erotik bislang nie vermisst und auf die Frage, wann ich das letzte Mal mein Geschlechtsteil gesegnet habe, kann ich klar antworten: noch nie. Trotzdem ist es interessant, was Pierre Stutz zum Thema Erotik, Leidenschaft und Spiritualität zu sagen hat. Deswegen habe ich ihn zu seinem Buch „Deine Küsse verzaubern mich“ interviewt.

Juden und Christen – in einem Haus vereint

Es gibt viele Aufsätze und Vorträge über jüdisch-christliche Zusammenarbeit, das Verhältnis der Christen zu ihren „älteren Geschwistern“. Ich war dabei, als ein Kooperationsvertrag der jüdischen Gemeinde mit der Caritas Hamburg unterzeichnet wurde, der ganz praktisch Nähe und Distanz deutlich macht. Für die jüdische Gemeinde wäre es zu teuer, ein eigenes Altenpflegeheim zu bauen, und es wäre wohl auch nicht sicher, ob dieses ausgelastet sein würde. Jetzt werden bis zu vier Wohngruppen im Bischof Ketteler Haus, einem Altenpflegeheim der Caritas in Hamburg Schnelsen, für jüdische Menschen reserviert. Die werden dann das „Jüdische Altenheim im Bischof Ketteler Haus“. Es wird eigene Wohngruppen geben, damit hier Speisevorschriften, Schabattregeln und Ähnliches berücksichtigt werden kann. Nähe und Distanz, Geschwisterlichkeit, ohne Unterschiede zu leugnen…ich finde, dieses Altenheim ist ein ganz konkretes Beispiel dafür.

Paul Klee Engel

In der Hamburger Kunsthalle ist derzeit bis zum 7. Juli eine Ausstellung mit fast allen 80 Engelbildern von Paul Klee zu sehen. Ich habe ein Interview mit Kuratorin Dr. Karin Schick geführt.
Alle Bilder © Zentrum Paul Klee, Bern

Papst Franziskus – ein Anruf in Argentinien

Mali und Gerardo Vetter

Mali und Gerardo Vetter

Dass ein Argentinier Papst ist, freut natürlich besonders die Menschen in Argentinien. Auch Mali und Gerardo Vetter in Iguazu, dem Partnerbistum vom Erzbistum Hamburg. Hier ein Telefoninterview mit Mali Vetter (Foto von Andreas Hüser): Iguazu

Adveniat zu Papst Franziskus

Prälat Bernd Klaschka

Prälat Bernd Klaschka

Ein Argentinier ist Papst – und deswegen knallten bei Adveniat die Sektkorken. Adveniat, das ist das katholische Hilfswerk für Lateinamerika. 2.444 Projekte wurden letztes Jahr mit rund 33,5 Millionen gefördert. Und deswegen kennt Adveniatgeschäftsführer Bernd Klaschka den neuen Papst auch persönlich. Ich habe ihn am Telefon interviewt (Bild: copyright Adveniat):
Interview Bernd Klaschka

Papst Benedikt – Persönliche Erinnerungen

Ein Kantor, der ein Lied für den internationalen Ministrantentag in Rom geschrieben hat, der Dompropst, der auf dem Petersdom war, als der neugewählte Papst auf den Balkon trat, die Kirchenvertreterin, die bei einer recht exklusiven Audienz dabei war und die Pfadfinder, die Papst Benedikt beim Empfang des Bundespräsidenten gesehen haben. Hier sind vier Erinnerungen, die in keinem großen Nachruf auf die Amtszeit Benedikts stehen.

Das Lourdes Haus in Neumünster

Mein Kollege Marco Chwalek fuhr mit dem Auto nach Neumünster in Schleswig-Holstein und hat auf der Zufahrtstrasse zum Stadtzentrum eine tolle Entdeckung gemacht: Das Lourdes-Haus. An der Fassade am Haus von Familie Laubinger prangt die Szenerie der Marienerscheinung in der Felsgrotte von Lourdes.
Am 11. Februar 1858 begann in Lourdes eine Reihe von Marienerscheinungen. Insgesamt 18 Mal soll sich dort die Mutter Gottes in einer Felsengrotte gezeigt haben. An diese Stelle kommen bis heute jedes Jahr Millionen Gläubige. Zum einen um Maria um Hilfe zu bitten oder sich für etwas zu bedanken. So wie Johnny und Karin Laubinger (aus Neumünster). Ende 2000 schwebte ihr Sohn Anthony nach der Geburt in Lebensgefahr. „Er konnte nicht selber atmen, musste beamtet werden. Was kann man da als Eltern machen? Wir haben gezittert, gebibbert – drei Tage lang. Sie glauben nicht, wie viel ich gebetet hab!“, erinnert sich Johnny Laubinger. Und all das Bangen und Beten hat geholfen: „Nach drei Tagen hat sich alles wieder normalisiert, er brauchte nicht mehr künstlich beatmet werden und ich hab mir geschworen: Wir fahren nach Lourdes!“, so der Vater.
Gesagt getan! Im Jahr drauf ging es im Wohnmobil die knapp 1.800 Kilometer runter, von Neumünster bis fast an die spanische Grenze. „Das wollten wir als Dankeschön. Da haben wir die Strapazen auf uns genommen, aber es war so schön da – und wir wollten das Bild von Lourdes in Erinnerung behalten“, erzählt Karin Laubinger von der Reise. Beim blättern in einem Buch aus Lourdes verguckte sich das Paar in ein Bild. Und so ließen sich die Eltern vor fünf Jahren die Erscheinung der Mutter Gottes auf ihre Hauswand malen. Aus Dankbarkeit, dass es Anthony heute gut geht. Der ist mittlerweile 12 Jahre alt und war unter anderem schon Landesmeister in Karate. Und auch wenn es kein einfacher Start war, erinnert sich Karin Laubinger gerne an die ersten Tage im Leben von ihrem Anthony: „Ich konnte mich zurückziehen, beten und ich wusste es war jemand da und hat mir die Hand gehalten. Und das hat mir die Kraft geben.“

Matthias Matussek: Die Apokalypse nach Richard – eine Weihnachtsgeschichte


Der Mann hat sein Image weg, und dafür hat er auch einiges getan. Ist durch Talkshows gepoltert, hat auf „Reformkatholiken“ geschimpft und den Papst verteidigt. Sein Buch „Das katholische Abenteuer. Eine Provokation“ hat vor allem seinem Titel Recht gegeben und provoziert. Aber Matthias Matussek verdanken wir auch den Spiegel-Titel „Der Unsterbliche“ – kurz vor dem Tod Johannes Paul II erschienen. Was ihn an Johannes Paul II so beeindruckt hat, war auch, dass der sich nicht auf lange Diskussionen eingelassen hat, sondern erst einmal forderte: Hinknien. Rosenkranz beten. Dann reden wir weiter.
Ich habe Matthias Matussek bislang drei Mal interviewt und dabei nie über Reformen und Kirchensteuer diskutiert. Mich hat es mehr interessiert, was ihn tiefer bewegt, und so habe ich nicht den polternden Diskutanten erlebt, sondern einen gläubigen Mann, der in der Bibel liest, betet, sonntags als Lektor in der Kirche steht. Gute Gespräche, gute Interviews waren das.
Diesen nachdenklichen Matthias Matussek kann jetzt jeder kennenlernen, der das neueste Buch von Matthias Matussek liest: Die Apokalypse nach Richard. Sein erster Roman, deutlich autobiografisch gefärbt und – ein frommes Buch. Er habe gar nichts dagegen, wenn man von Erbauungsliteratur rede, sagte er mir. Das Buch liest sich leicht und angenehm, hat lediglich einige Spratzer vom Polter-Matussek abbekommen, und hat mich auch zu der Frage geführt: Glaube ich tatsächlich daran, dass diese Welt vorübergeht und wir auf die Wiederkunft des Herrn warten? Glaube ich an Wunder? Ich bekomme viel geschenkt, wenn ich mit Menschen spreche, die einfach glauben, deren Glauben erwachsen ist und sich doch etwas Kindliches bewahrt hat. Menschen wie Richard.