Tag Archives: Trauer

Interviews zum Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Hamburg Volksdorf

8 Jan

Wenn Kinder lebensverkürzend erkrankt sind, brauchen nicht nur sie, sondern oft auch Eltern und Geschwister Unterstützung. Wenn ein Elternteil stirbt, ist der verbleibende Elternteil manchmal so mit der eigenen Trauer beschäftigt, dass nicht genug Kraft und Aufmerksamkeit für die Trauer der Kinder bleibt. Die Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser in Hamburg Volksdorf steht Kindern, Jugendlichen und Angehörigen bei.
Ich habe einen Beitrag mit Leiterin Ramona Bruhn gemacht und sie dafür unter anderem gefragt, ob Kinder anders trauern als Erwachsene.

Ich habe mit Gloria gesprochen, die eine lebensverkürzende Muskelkrankheit hat (wobei sie selber zu Recht sagt, dass ich ja auch sterben muss und nicht weiß, wann das sein wird).

Und ich habe Astrid Karahan für NDR Info „Im Anfang war das Wort. Die Bibel“ gefragt, warum die Emmausgeschichte in der Ausbildung neuer Kinder- und Jugendhospizbegleiter/innen ein Wegbegleiter ist.

Den Tod begreifbar machen – die Totenmaskenbildnerin

15 Nov

Totenmasken kennen wir eigentlich nur noch aus Geschichtsbüchern, von Goethe oder Cäsar. Das buchstäblich letzte Gesicht sollte erhalten bleiben. Im 20. Jahrhundert ist diese Tradition fast gänzlich ausgestorben. Bis heute. Jetzt bietet die Langenhornerin Dr. Claudia Guderian an, Totenmasken herzustellen. Sie will damit den Tod begreifbar machen: „Das ist natürlich das Zentrale, dass man über das Gesicht streichen kann und das Unbegreifbare eben doch wenigstens mit den Händen begreifen kann. Und immer wieder Abschied nehmen kann, denn das Verabschieden dauert doch lange Jahre.“
Zunächst ist die Herstellung einer Totenmaske ein ganz handwerklicher Akt. Je eher Frau Guderian nach dem Tod gerufen wird, desto besser kann sie arbeiten. Das Gesicht wird mit einer Spezialmasse abgeformt. Wenn die getrocknet ist, hat man eine Negativschale, die noch bearbeitet werden muss, falls sich zum Beispiel Luftblasen gebildet haben. Dann wird eine neue Masse hineingegossen, und wenn die gehärtet ist, wird die Außenhülle zerschlagen. Dann ist die Gipsmaske fertig, und die muss noch einmal gehärtet werden, weil Gips einfach zu weich ist.
Die Masken sehen wirklich lebensecht aus, beziehungsweise todesecht, und genau das störte und verstörte auch Besucher, die die Totenmasken von Claudia Guderian auf einem Stand auf dem Ohlsdorfer Friedhof gesehen haben. Aber alle haben drüber gesprochen und sich gefragt, ob eine Totenmaske für sie in Frage käme und wie sie in Erinnerung behalten werden wollen. Und damit hat Claudia Guderian ja schon ein Ziel erreicht, nämlich dass der Tod, das eigene Sterben, weniger verdrängt wird. Ihr selbst ging das nicht anders: „Seit ich mich mehr mit Toten befasse, merke ich, was wir da alles aussperren. Und es ist eine große Erleichterung, dass man diese Sache ernsthaft in sich aufnimmt. Es ruft einem ins Gedächtnis, dass man selber auch einmal da liegen wird. Und man fragt dann sich viel öfter: Wie willst Du die Zeit bis dahin verbringen?“ Und so hilft die Beschäftigung mit dem Tod, besser zu leben.
Die Totenmasken kosten je nach Ausführung ab € 600,- und bis zu mehreren tausend Euro bei den glänzenden Bronzemasken.
Kontakt: Claudia Guderian, info@claudia-guderian.de, 040/5324681

Vater tötete vier Kinder – Interview mit dem Pfarrer von Ilsede

22 Jun

Audio: Pfarrer Thomas Mogge aus Ilsede Immer noch Trauer und Fassungslosigkeit in Ilsede. Ein Familienvater hat hier seine vier Kinder getötet. Psychologen und Seelsorger stehen den Menschen zur Seite. Auch der katholische Pfarrer Thomas Mogge.

Foto: Peter Smola / Pixelio.de